Auf nach North Adams

Wir wollten mit Tess auch noch etwas unternehmen, was für uns auch neu ist. Wir sind bisher noch nie in West-Massachusetts (Mass) gewesen und wollten schon länger den Mohawk-Trail entlang fahren, also war das unser Ziel. Da die NativeTribes hail-to-the-sunrise-statueinteressantesten Sehenswürdigkeiten am Ende der Strecke sind, hatten wir uns entschieden, erst mal nach North Adams durch zu fahren und dann auf dem Rückweg alles abzugrasen. Zu Ehren der 5 vertriebenen Nationen der Mohawks und der indianischen Geschichte Amerikas steht hier die „Hail to the Sunrise“ Statue und Gedenksteine zu den indianischen Konzilen.

Die Wettervorhersage war heiß, aber da wir in höhere Lagen fahren würden, dachten wir, dass es auszuhalten ist. Allerdings hatte sich an unserem Zielort auf der anderen Seite des Berges die ganze Hitze und Luftfeuchtigkeit angestaut, bevor sie sich auf den Weg machen sollte, das Wetter für den Rest von Mass auszurichten.

Im Auto war es dank Klimaanlage noch auszuhalten, aber als wir in North Adams angekommen waren, sind wir jedes mal gegen eine Wand gelaufen, wenn wir einen klimatisierten Bereich verlassen haben. Um 17h waren es noch 36°C bei 80% Luftfeuchtigkeit. Um dem Klima zu entfliehen, sind wir ins MoCA (Museum für zeitgenössische Kunst) geschlurft (schnelle Bewegung war nicht möglich). Was soll ich sagen: moderne Kunst ist doch immer wieder unterhaltsam. Fotos haben wir nicht gemacht, aber besonders im Gedächtnis ist mir das Spiegelei geblieben, das auf einen Seitenspiegel genagelt war. Careens Favorit war der 1 mm große Puschel, der auf eine weiße Wand geklebt war. Und ich habe einen alten Bekannten wiedersehen dürfen: seinerzeit im Museum für moderne Kunst in Frankfurt (Main) mit Wischi gesehen, thronte hier Joseph Beuys‘ „Blitzschlag mit Lichtschein auf Hirsch“. Hiervon habe ich zwar ein Bild gemacht, aber im Gegensatz zu seiner hessischen Heimat musste der Hirsch sich hier in einer grausamen Lichtkulisse bescheinen lassen. Fragt mal Google nach der Plastik und sagt mir, wo der Hirsch ist 😉

Anschließend haben wir uns ins überteuerte Hotel begeben und uns nach dem Essen auf die Terrasse gesetzt, um uns die sintflutartigen Regenfälle anzusehen. Es bestand also noch Hoffnung, dass sich das Wetter durch den Regen abkühlt.

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