Pomps Pond

Der Sonntag ist ein richtig schöner Sommertag, da ist es doch mal Zeit, unsere Fahrräder US-Straßenbelag schmecken zu lassen! Wir entscheiden uns, den lokalen Badesee Pomps Pond zu besuchen, eine Strecke von ca. 7 Meilen. Wir fahren lieber die Nebenstrecke, um nicht zu vielen Autofahreren zu begegnen. Hier ist man Fahrräder auf der Straße nicht gewohnt, allerdings besagt das Gesetz in Massachussets, dass ein Radfahrer die gleichen Rechte und Pflichten wie ein Autofahrer hat. Also nicht anders als in Deutschland. Bisher haben wir eher andere Erfahrungen gemacht: Radfahrer sind bei uns im Ort prinzipiell als Geisterfahrer unterwegs, da sie wohl das Prinzip, auf der entgegengesetzen Fahrbahn zu GEHEN kennen und es kurzerhand aufs Fahrrad übertragen. Auf einer befahrenen Kreuzung kann es schon mal passieren, dass ein Radler diese diagonal in mitten des Verkehrs überquert. Im Dunkeln fährt man auch gerne als Geisterfahrer und ohne Licht (Horror!). Auf unserem Weg merken wir auch schon die Ungeübtheit der Autofahrer im Umgang mit uns: ein Überholmanöver endet für einen der Fahrer eines Oldtimers fast im Gegenverkehr, da er unsere Geschwindigkeit gar nicht einschätzen konnte. An einer Kreuzung bleiben wir brav den Vorfahrtsregeln entsprechend stehen und alle Autofahrer sind plötzlich wie versteinert und warten darauf, dass wir einfach drauf los fahren (so wie hier üblich).
Am See angekommen sehen wir, dass er „geschlossen“ hat. Die Saison ist seit 2 Wochen um, der Parkplatz ist gesperrt und es sind keine Rettungsschwimmer vor Ort. Der gesperrte Parkplatz nimmt den meisten Einheimischen natürlich die Möglichkeit, hier her zu kommen, weswegen wir neben 3 Familien die einzigen Gäste am See sind. Herrlich! Ruhe, super Ausblick, kein Staustress und keine horrenden Parkgebühren ($10 – $25, je nach Strand). Als wir wieder zu Hause sind, müssen wir erst mal die „eingesammelten“ Insekten loswerden und eine Runde duschen. Danach genießen wir noch den lauen Abend auf dem Balkon mit einem Glas Wein. Mit der Dunkelheit kommen ein paar Viecher, es scheinen aber kein Mücken zu sein… dachte ich. Als ich nach 20 Minuten merke, dass es zu ziepen anfängt, habe ich schon 10 Stiche an einem Bein, 7 am anderen. Besonders toll sind die Stiche auf der Fußsohle :-( also verziehen wir uns nach drinnen. Aber davon lassen wir uns den schönen Tag nicht verderben.

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