Auto 3

Nach zwei Mietwagen haben wir endlich unseren Firmanwagen erhalten. Den können wir solange behalten, bis wir uns einen eigenen gekauft haben, maximal aber 5 Monate. Diesmal gibt es einen Ford Escape. Der Name ist Programm, kaum haben wir drin Platz genommen, wollen wir auch schon wieder aus dem Vehikel fliehen. Obwohl es sich um ein 2011er Modell handelt, sieht der Wagen aus, als hätte er 10 Jahre unter einem Vielfahrer gelitten. Das Interieur ist in dreckig-fleckigem beige gehalten, die Fussmatte hat ein 15 cm langes Brandloch (hier ist wohl mal eine Zigarre runtergefallen und abgebrannt, anders kann ich mir das nicht erklären). Begleitet wird das ganze von einem Odeur als hätte ein Obdachloser einige Zeit hier drin gewohnt, gepaart mit einem Duftspray, das wohl einen Geruch „wie neu“ erzeugen soll, quasi „Eau de Clochard nouveau“. Die Suche nach einem verwesten Tier, das den Geruch auslösen könnte, fördert allerdings nur Pizzareste zu Tage. Bon Appetit. Kaum losgefahren hört man schon einige beunruhigende Klappergeräusche von der Achse, das werden wir wohl mal untersuchen lassen. Ferner ist das Rollgeräusch so laut, dass eine Unterhaltung bei höherer Geschwindigkeit kaum möglich ist. Die Politik des Autovermieters (Firmenwagen heißt hier nicht, dass der Wagen der Firma gehört; zum Glück!) ist wohl, mit möglichst wenig Aufwand viel aus der Chaise rauszuholen. Routinekontrollen und Reinigung sind nicht drin. Wir werden wohl versuchen, uns schnell ein eigenes Auto zuzulegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.